![]() Nr.23/06 8.6.2006 |
NPD-Faschisten holen sich eine Abfuhr
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3.000 Menschen demonstrierten am 3. Juni gegen einen Nazi-Aufmarsch in Düsseldorf. Die Polizei ging zum Teil massiv gegen die Antifaschisten vor. Die MLPD Düsseldorf erklärte dazu unter anderem: ,,Das Vorgehen der Polizei hat den Aufmarsch der Nazis ermöglicht. ... Die Faschisten an der Macht haben in der Hitler-Diktatur jegliche Demokratieabgeschafft - Presse-, Versammlungsfreiheit und Demonstrationsrecht aufgehoben. Hunderttausende wurden in KZs geworfen, gefoltert und ermordet. Seit den 90erJahren gehen über 100 Morde in der BRD auf das Konto der Neofaschisten. Diesen Feinden der Demokratie dürfen keine demokratischen Rechte gewährt werden!" rf-foto
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In Gelsenkirchen zogen es die Faschisten von der NPD vor, am 3. Juni erst
gar nicht mehr aufzutauchen, nachdem sie an zwei Samstagen hintereinander
Blamagen erlebten und auf massiven Protest stießen. Dafür versuchten
sie es diesmal im benachbarten Herne. Mit dem gleichen Misserfolg. Aus beiden
Städten berichten Korrespondenten. Gelsenkirchen (Korrespondenz): Einen großen Erfolg erzielte die breite antifaschistische Aktionseinheit in Gelsenkirchen. Zum dritten Mal hintereinander wollte die NPD mit Informationsständen ihren Anspruch kund tun, in Gelsenkirchen Parteistrukturen aufzubauen, um Einfluss auf die Bevölkerung zu bekommen. Zweimal sah sie sich mit heftigen Protestaktionen konfrontiert. Heute zogen die Neofaschisten es vor, erst gar nicht zu erscheinen. Für die Protestaktion der Initiative ,,Die Welt zu Gast bei Antifaschisten" Gelegenheit, selbstbewusst an ihrem klaren Kurs festzuhalten. In fast 40 Redebeiträgen am offenen Mikrofon kam die Empörung darüber zum Ausdruck, dass das Gelsenkirchener Verwaltungsgericht einen Verbotsantrag für die zum 10.Juni geplante NPD-Demonstration zurückgewiesen hat. Zweifellos vom stadtweiten Protest beflügelt, hat der Polizeipräsident gegen dieses Urteil den Gang in die nächste Ins tanz angekündigt. Herne (Korrespondenz): In Herne hatten am Samstag, 3.Juni, Antifaschisten für 10.30 Uhr zu einer antifaschistischen Kundgebung am Robert-Brauner-Platz aufgerufen, nachdem bekannt geworden war, dass die faschistische NPD an diesem Tag in Herne einen Stand beantragt hatte. Bis zirka 12.30 Uhr wurde ein offenes Mikrofon organisiert. 70 Teilnehmer waren auf dem Höhepunkt anwesend. Aufgerufen wurde zur Beteiligung an den Demonstrationen gegen die angekündigten NPD-Demonstrationen am nächsten Wochenende. Die sehr positive Resonanz der Passanten zeigte: Nazis haben in Herne und anderswo keinen Platz für ihre Hetze.
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